Hannover (ots) – Rund 100 Gäste aus IT-Anwender- und -Anbieterunternehmen, Politik sowie Wissenschaft versammelten sich am 22. September in Wien zum ersten VOICE ENTSCHEIDERFORUM, um über Perspektiven zum Thema Digitalisierung zu diskutieren.

Dr. Thomas Endres, Vorsitzender des VOICE-Präsidiums, begrüßte die Gäste und brachte das Ziel der Konferenz, die in Zusammenarbeit mit Heise Medien organisiert wurde, auf den Punkt: “Wir wollen relevante Ergebnisse erzeugen.” Durch die einzigartige Mischung der Teilnehmer, die sich aus Anwendern, Anbietern, Wissenschaftlern und Politikern zusammensetze, bestehe die große Chance sehr gute Resultate zu erzielen, die eine solide Grundlage für die unterjährige Arbeit liefern. “Nachhaltiger Erfolg entsteht aus der Kombination von radikalen Innovationen und Operational Excellence”.

Frank Riemensperger, Vorsitzender der Accenture Ländergruppe Deutschland, Österreich, Schweiz und Co-Vorsitzender von achatec, forderte in seiner Keynote, dass deutsche und europäische Unternehmen die Digitalisierung mit Hochdruck weiter vorantreiben müssen, wenn sie wettbewerbsfähig bleiben wollen. Digitalisierung müsse dazu sehr viel stärker aus Sicht des Kunden betrachtet werden und nicht so sehr aus der Perspektive von Prozessen. Der Fokus auf die sogenannte User-Experiance verschaffen den Firmen aus dem Silicon Valley häufig noch größere Aufmerksamkeit und schnellere Erfolge. Der Accenture-Chef unterstrich aber auch, die hiesigen Industrie-Unternehmen stünden im Vergleich zu ihren amerikanischen und asiatischen Pendants nicht schlecht da. Er verwies in diesem Zusammenhang auf zahlreiche Initiativen mittelständischer Firmen und Großkonzerne.

Den Blickwinkel der Politik vertraten Christian Rupp, Sprecher der Plattform digitales Österreich, Dr. Thomas Schäfer, Finanzminister und CIO des Landes Hessen, und Axel Voss, Abgeordneter im Europäischen Parlament und Datenschutzexperte. Österreich beispielsweise mache in Sachen Digitale Identität rasche Fortschritte. Bereits eine Dreiviertel Million Bürger der Alpenrepublik nutzten eine App zur Abwicklung von Amtsgeschäften, erklärte Rupp. In Deutschland sollten die Kräfte in Zukunft noch stärker gebündelt werden, damit nicht jedes Bundesland in puncto digitale Verwaltung ganz von vorne anfangen müsse, forderte Dr. Thomas Schäfer. Er rief die Teilnehmer auf, ihre Vorstellungen und Erwartungen auch direkt an sein Ministerium zu richten.

Der EU-Abgeordnete Axel Voss ging sogar noch einen Schritt weiter und appellierte an die versammelten Unternehmer, mutig und mit noch mehr Engagement die Digitalisierung voranzutreiben. Es sei durchaus ein wenig Anarchie angebracht. Unternehmen sollten nicht immer darauf warten, bis alle Regeln und Gesetze verbindlich verabschiedet seien. So riskiere man schlicht, von der Konkurrenz überholt zu werden.

Anzeige

Aerzte ohne Grenzen!

Die Atmosphäre im Auditorium war von regem Austausch und intensiven Diskussionen geprägt, nicht zuletzt weil es Moderator Dr. Alexander Doujak immer wieder gelang, auch das Publikum aktiv einzubinden. Nach jedem Impulsvortrag forderte er die Teilnehmer auf, sich kurz mit ihrem jeweiligen Sitznachbarn über die Inhalte und Fragestellungen auszutauschen. Mit pointierten und kontroversen Stellungnahmen wurden die intensiven Diskussionen dann auch in den nachmittäglichen Workshops fortgeführt.