Frankfurt (ots) – Bisher nutzen vergleichsweise wenige mittelständische Industriebetriebe Analyse-Tools auf Basis von Big Data. Doch das dürfte sich schnell ändern. Denn wie die Studie “Industrieller Mittelstand und Finanzierung 4.0″ zeigt, plant aktuell ein Großteil der Mittelständler konkret den Einsatz solcher Tools. Auch in Sachen Buchhaltungssoftware haben viele Unternehmen Nachholbedarf. Das sind Ergebnisse der im zweiten Jahr in Folge durchgeführten Studie “Industrieller Mittelstand und Finanzierung 4.0″. creditshelf, der Gestalter digitaler Mittelstandsfinanzierung, hat dafür zusammen mit der TU Darmstadt fast 250 Vorstände und Geschäftsführer befragt.

“Unsere Studie verdeutlicht, dass Big Data zwar bisher noch von einem eher kleinen Teil des industriellen Mittelstands für die Liquiditätsplanung genutzt wird”, erklärt Dr. Daniel Bartsch, Vorstand und Gründungspartner von creditshelf. “Doch die Erhebung zeigt auch, dass der Großteil der Unternehmen diese Möglichkeit nicht nur im Blick hat, sondern sehr konkret daran arbeitet.”

26 Prozent der Befragten nutzen laut Studie bereits ein Tool, das in der Lage ist die eigene Liquiditätsplanung mit Zahlungsströmen anderer Firmen zu vergleichen, 39 Prozent planen konkret den Einsatz und 23 Prozent erklärten, das Thema sei interessant und stünde auf der Agenda. “Das Thema Finanzierung 4.0 ist für immer mehr Mittelständler also längst keine ferne Zukunftsmusik mehr”, so creditshelf-COO Bartsch.

Bis zum endgültigen Durchnbruch stehen aber für viele Unternehmen noch Investitionen an. So sind laut der creditshelf-Studie lediglich 34 Prozent der befragten Mittelständler davon überzeugt, dass sich ihre Buchhaltungssoftware “auf dem modernsten Stand” befinde. Etwas mehr als jeder zweite Teilnehmer der Studie (54 Prozent) bezeichnete sein Programm immerhin noch als “eher zukunftsfest”, während gut ein Zehntel einräumt, dass eigene System sei “eher nicht zukunftsfest” oder sogar “absolut veraltet”.

Dazu erklärt Prof. Dr. Dirk Schiereck, Leiter des Fachgebiets Unternehmensfinanzierung an der TU Darmstadt, der die Studie wissenschaftlich begleitet hat: “Viele Unternehmen überblicken nicht ausreichend, wie schnell sich die digitale Welt verändert und schieben wichtige Innovationen erst viel zu spät an. Das gilt übrigens nicht nur für die Frage, was ich finanziere, sondern auch wie und mithilfe welcher Tools und Methoden ich mein Unternehmen finanziere.”

Immerhin: Für einige Studienteilnehmer ist die Anschaffung einer neuen Buchhaltungssoftware bereits geplant. Von den Befragten, die ihr Programm als “eher nicht zukunftsfest” oder auch als “absolut veraltet” bezeichnet haben, antworteten 20 Prozent, dass sie das Programm “noch in diesem Jahr” austauschen würden, für 30 Prozent komme das “binnen der nächsten zwei Jahre” in Frage. 43 Prozent sagten, der Austausch finde “binnen der nächsten fünf Jahre” statt.

“Der Trend zur Industrie 4.0 verlangt dem Mittelstand nicht nur Investitionen in neue Produktionstechnologie ab, sondern auch in neue Software zur Steuerung der Unternehmen oder zur Unterstützung bei Finanzierungsentscheidungen”, weiß creditshelf-Vorstand Bartsch. Sein Rat: “Da Banken häufig bei der Finanzierung solcher Investitionen zögern, sollten die Unternehmen neben der klassischen Kreditvergabe auch neue, alternative Finanzierungswege in den Blick nehmen. ”

Über die Studie “Industrieller Mittelstand und Finanzierung 4.0″

Die Studie “Industrieller Mittelstand und Finanzierung 4.0″ beruht auf einer Befragung, die creditshelf, der Gestalter digitaler Mittelstandsfinanzierung (www.creditshelf.com), im Juli 2018 durchgeführt hat. Insgesamt nahmen 244 Finanzentscheider aus mittelständischen Industrieunternehmen (Vorstände, Geschäftsführer und Mitglieder der Geschäftsleitung) an der Online-Erhebung durch ein Marktforschungsinstitut teil. Die Studie wurde wissenschaftlich begleitet von Prof. Dr. Dirk Schiereck, Leiter des Fachgebiets Unternehmensfinanzierung an der TU Darmstadt.

Über creditshelf – www.creditshelf.com

creditshelf ist ein Pionier im Bereich der digitalen Mittelstandsfinanzierung in Deutschland, der über seine leicht zu bedienende Online-Plattform www.creditshelf.com Kredite ermöglicht. Die im Jahr 2014 gegründete creditshelf mit Sitz in Frankfurt am Main versteht sich als Markt- und Technologieführer im wachstumsstarken Geschäft der digitalen Mittelstandsfinanzierung in Deutschland. Als Mittelstandsfinanzierer hat creditshelf seine Plattform entwickelt, um den Finanzierungsbedarf von deutschen KMU-Kreditnehmern durch Kredite von an dieser Anlageklasse interessierten Investoren zu bedienen. In diesem Prozess bietet creditshelf an, unbesicherte Kredite zu vermitteln, und ermöglicht kleinen und mittelständischen Unternehmen so den Zugang zu hochattraktiven Finanzierungsalternativen. Gleichzeitig bietet das Unternehmen professionellen Investoren auf der Suche nach attraktiven Anlagemöglichkeiten Zugang zur KMU-Finanzierung. Zu den Kernkompetenzen von creditshelf zählen die Auswahl geeigneter Kreditprojekte, die Analyse der Kreditwürdigkeit potenzieller Kreditnehmer und die Bereitstellung eines Kreditscorings sowie einer indikativen Kouponspanne. Für ihre Dienstleistungen erhält creditshelf sowohl von den KMU-Kreditnehmern als auch von den Investoren Gebühren.

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