Mainz (ots) – Die schöne neue Einkaufswelt treibt so manche Blüten. Der aufklebbare Dash-Button oder Bestellknopf von Amazon gehört dazu. Es klingt beim ersten Hören wunderbar: Wenn ich Waschmittel brauche, drücke ich einfach auf den mit dem WLAN verbundenen Knopf und bekomme es geliefert. Aber auch ohne das Urteil des Oberlandesgerichtes München, das Amazon dazu verdonnert hat, seine Neuheit vom Markt zu nehmen, hätte sich das System nicht durchgesetzt. Unter anderem, weil sich Verbraucher nicht damit zufriedengeben, die Katze im Sack zu kaufen. Sie wollen vor allem wissen, was sie die Bestellung kostet. Nach oben offene Haushaltsbudgets haben die wenigsten. Das Aus für den Bestellknopf bedeutet aber nicht, dass man hierzulande in Zukunft für sein Waschmittel in den Supermarkt gehen muss. Automatisierte Bestellungen wird es geben, und sie werden bei den Verbrauchern auch auf große Resonanz stoßen. Aber erst dann, wenn der Kunde im Austausch mit der Software genau festlegen kann, welches Produkt zu welchem Preis erstanden werden soll. Simple Knöpfe mit Logo können das nicht. Aber Sprachsteuerungen wie Amazons Alexa oder Apples Siri in naher Zukunft schon. Das Urteil der Münchener Richter wird Amazon jedenfalls nicht daran hindern, auch den deutschen Lebensmittelhandel zu erobern.

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